Spitzelofen-Marmor, Denkmalgeschütztes Objekt in Sankt Georgen im Lavanttal (34812)
Der Römische Steinbruch Spitzelofen ist eine antike Marmorgewinnungsstätte bei Sankt Georgen im Lavanttal in Österreich, die über 2000 Jahre alt ist. Die Anlage zeigt mehrere offene Gruben mit Felswänden, auf denen die Spuren römischer Werkzeuge sichtbar sind, sowie unvollendete Marmorblöcke, die abrupt stehen gelassen wurden.
Der Steinbruch wurde in der Antike als Marmorgewinnungsstätte für die Region Noricum genutzt und war während der Römerzeit aktiv. Das plötzliche Ende der Abbautätigkeit wird mit der Völkerwanderungszeit in Europa verbunden, was die vielen unvollendeten Blöcke erklärt.
Der Steinbruch trägt den Namen der scharfkantigen Felsformationen und sonnigen Hänge, die das Gelände prägen. Die römischen Inschriften an den Felswänden zeigen, dass Arbeiter ihre Götter um Schutz baten, während sie in diesem schwierigen Berggebiet arbeiteten.
Die Anlage ist über einen Waldweg oder durch eine längere Wanderung von oben zu erreichen, weshalb gutes Schuhwerk erforderlich ist. Das Gelände bietet eine breite Terrasse mit freiem Blick über die Landschaft, was den Ort bei verschiedenen Wetterbedingungen zugänglich macht.
Lokale Legenden erzählen von einem unterirdischen Stollen unter dem Steinbruch, der angeblich als Versteck diente, aber Schatzsucher aus dem 19. Jahrhundert fanden dort nie etwas Wertvolles. Die Geschichte zeigt, wie die Fantasie der Menschen über Jahrhunderte hinweg Orte wie diesen umgab.
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