St.-Georgs-Kathedrale, Gotische Kathedrale in Wiener Neustadt, Österreich.
Die St.-Georgs-Kathedrale ist eine dreischiffige gotische Kirche, die ab 1440 an der Westseite der Burg Wiener Neustadt errichtet wurde; sie ist 32,15 m lang, 18,80 m breit und 15,01 m hoch. Sie hat keine Apsis; acht über 13 m hohe Rundsäulen tragen im Mittelschiff ein Sternrippengewölbe, in den Seitenschiffen Kreuzrippengewölbe. Eine dreiseitige Galerie trägt 55 Wappen, der Boden ist mit Untersberger Marmor belegt.
Der Dom wurde 1440 von Friedrichs III., dem Heiligen Römischen Kaiser, in Auftrag gegeben und von Architekt Peter von Pusica entworfen. Die Fertigstellung und Weihe erfolgten etwa zwei Jahrzehnte später.
Der Dom ist seit 1963 die Hauptkirche der Militärordinariat Österreichs und verbindet Gottesdienste mit militärischen Traditionen. Besucher können hier die lebendige Rolle eines Ortes erleben, der sowohl für religiöse Zeremonien als auch für Gedenkfeiern genutzt wird.
Die Kathedrale liegt in der Wiener Neustädter Burg; man betritt sie durch das Hauptportal von 1777 über eine Doppeltreppe, der Boden ist mit Untersberger Marmor belegt. Das Innere wurde 2019 zum 500. Todesjahr Maximilians I. umgestaltet, und ein 1990 als Grablege gestalteter Vorraum birgt den Marmorsarkophag des Militärbischofs Alfred Kostelecky.
Nur die drei östlichen Altarfenster haben ihre alten Glasgemälde behalten, die übrigen Fenster sind mit blauem Antikglas gefüllt. Eine einzige Säule vor dem rechten Oratorium überstand den Bombenangriff von 1945 mit einem Freskenzyklus aus der Zeit Friedrichs III., der neun Szenen aus dem Leben Jesu nach Lukas zeigt.
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