St. Nikolaus, Gotische Kirche in Friesach, Österreich
Die Dominikanerkirche ist ein gotisches Kirchengebäude in Friesach und beeindruckt durch ihre großen Ausmaße und klare architektonische Struktur. Das Innere ist durch einen Mittelschiff mit Seitengängen, ein großes Chor und ein Westportal geprägt, das Besuchern den Weg ins Innere öffnet.
Die Kirche wurde 1217 gegründet und war das erste Dominikanerkloster in deutschsprachigen Gebieten, was ihre Bedeutung in der religiösen Geschichte unterstreicht. Der Hauptschiff wurde zwischen 1265 und 1268 fertiggestellt und prägte damit die gotische Architektur der Region.
Die Friesacher Madonna, eine Skulptur der Muttergottes mit Kind, steht am südlichen Triumphbogenpfeiler; das namensgebende Werk des Meisters der Friesacher Madonna entstand um 1340. Zur Ausstattung gehört auch der Johannesaltar, 1500–1512 in der Älteren Sankt Veiter Werkstatt geschaffen, mit dem Schmerzensmann, dem heiligen Florian und dem heiligen Georg im Schrein.
Die Kirche steht nördlich des Friesacher Stadtgrabens. Man betritt sie durch das spitzbogige Westportal, dessen Tympanonrelief um 1890 Rochus Haas schuf. Der Chor liegt drei Stufen höher als das östliche Langhausjoch, das wiederum gegenüber dem westlichen Langhausteil erhöht ist; im Inneren sind daher Niveauunterschiede zu beachten.
Die alte Holztür mit dem gemalten heiligen Nikolaus, bis 1937 hier verwahrt, gehört heute dem Joanneum in Graz; das um 1890 vom Steirer Rochus Haas gefertigte Tympanon des Westportals zeigt Maria als Rosenkranzkönigin mit dem heiligen Dominikus und Papst Pius V.
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