Porta Claudia, Bergfestung am Scharnitzpass, Österreich
Porta Claudia ist eine Bergbefestigung im Scharnitzpass an der historischen Grenze zwischen Österreich und Bayern. Die noch erhaltenen Mauern verlaufen entlang des Felsens und sperren den engen Taleingang vollständig ab.
Die Befestigung wurde zwischen 1632 und 1634 während des Dreißigjährigen Krieges auf Anordnung der Innsbrucker Regierung errichtet. Im 18. Jahrhundert wurde sie teilweise zerstört, um eine Nutzung durch feindliche Truppen zu verhindern.
Die Anlage trägt den Namen der Erzherzogin Claudia de' Medici, die den Bau in Auftrag gab und die Verteidigung des Passes persönlich förderte. Wer heute durch die Überreste geht, kann erkennen, wie die Mauern direkt in den Fels gebaut wurden, um den einzigen Durchgang durch das Gebirge zu sichern.
Die Befestigung ist vom Dorf Scharnitz aus zu Fuß erreichbar, und der Weg führt durch den Taleingang direkt an den Mauern vorbei. Festes Schuhwerk ist empfehlenswert, da das Gelände uneben ist und das Bergwetter schnell wechseln kann.
Johann Wolfgang von Goethe passierte die Befestigung 1786 auf seiner Reise nach Italien und hielt in seinem Reisetagebuch fest, wie die Mauern in den Fels eingebettet waren. Seine Schilderungen geben einen seltenen Blick darauf, wie Reisende des 18. Jahrhunderts militärische Bauten in den Alpen wahrnahmen.
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