Taborfriedhof, Geschützter Friedhof im Stadtteil Tabor, Steyr, Österreich.
Der Taborfriedhof ist ein vier Hektar großer Friedhof mit 8500 Gräbern im Steyrer Stadtteil Tabor. Der älteste, 1584 fertiggestellte Teil ist ein Campo Santo mit quadratischem Grundriss, einem Renaissance-Torbogen am Eingang und einem Arkadengang mit 84 Grüften. Der benachbarte Urnenfriedhof mit dem Krematorium eröffnete 1927 und untersteht dem Magistrat Steyr.
Das Gelände entstand bereits im 16. Jahrhundert mit einer Renaissance-Eingangstor und einem Arkadengang mit Gruften, die die ältesten Bauelemente markieren. Im 20. Jahrhundert kam eine Krematoriumsanlage hinzu, die die Bestattungspraktiken der Region veränderte.
Der Friedhof wird von zwei Gemeinden verwaltet und zeigt damit, wie die lokale Bevölkerung ihre Bestattungsplätze nach religiösen und administrativen Grenzen organisiert. Die Besucher sehen diese Aufteilung in der täglichen Nutzung der verschiedenen Friedhofsbereiche.
Der Erdfriedhof gehört der Stadtpfarre Steyr und der Vorstadtpfarre St. Michael, der benachbarte Urnenfriedhof mit dem Krematorium untersteht dem Magistrat Steyr. Die nach Friedrich Uprimny benannte Uprimnystiege führt vom Wieserfeldplatz zu einem Nebeneingang bei der Friedhofsverwaltung. Seit dem Jahr 2000 wurde die Anlage umfassend renoviert.
Der Urnenfriedhof neben dem Taborfriedhof eröffnete 1927 mit dem vom Architekten Franz Koppelhuber geplanten Krematorium. Das Grundstück wies der Gemeinderat 1926 dem Verein „Die Flamme“ zu, weil die katholische Kirche damals Brandbestattungen ablehnte. Der Urnenfriedhof untersteht dem Magistrat Steyr, nicht den Pfarren.
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