Schloss Aschach an der Donau, Renaissanceschloss in Aschach an der Donau, Österreich
Schloss Aschach an der Donau ist ein Renaissanceschloss mit vier Flügeln, die einen quadratischen Innenhof umschließen. Der südliche Bereich hat drei Geschosse, während der östliche Flügel, das sogenannte Fürstenstöckl, zwei Geschosse aufweist und mit eleganten Räumen wie einem Marmorsaal und Ballsälen ausgestattet ist.
1539 auf den Grundmauern einer römischen Villa errichtet, kam das Schloss 1622 durch Kauf an die Familie Harrach und blieb bis 1959 in ihrem Besitz; Alice Gräfin Harrach, die 1940 Karl Baron Dreihann-Holenia heiratete, war die letzte Vertreterin. Danach gehörte es der Donaukraftwerk AG, die es 1966 an die OÖ Warenvermittlung verkaufte; 1987 erwarb Familie Gerstner das leer stehende, desolate Gebäude und begann mit der schrittweisen Renovierung.
Der Name verweist auf die Schaunberger, Jörger und Harrach, die die Herrschaft innehatten. Im an den Donaupark angrenzenden Fasangarten fanden alljährlich Jagden statt, zu denen Erzherzog Franz Salvator, Prinz Luitpold von Bayern und Kardinal Fürst Schwarzenberg kamen. Die Schlosskapelle barg bis 1961 einen ab 1712 errichteten Hochaltar nach einem Entwurf von Johann Lukas von Hildebrandt.
Das Schloss liegt am südlichen Ende von Aschach an der Donau, etwa 25 km westlich von Linz. Die vier Flügel umschließen einen annähernd quadratischen Innenhof; die hofseitige Fassade des Südflügels zeigt Arkaden mit je elfeinhalb Jochen auf zwölf mächtigen Granitsäulen. Vom englischen Park ist nur der westlich des Schlosses gelegene Teil in Privatbesitz erhalten.
Die Schlossanlage verfügt über einen englischen Garten, der 1825 von einem Gärtner der Familie Harrach angelegt wurde und sich teilweise bis zum Donaustrand erstreckt. Dieser Park kombiniert private und öffentlich zugängliche Bereiche und bietet eine besondere Perspektive auf den Fluss.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 93.174 Mitwirkenden weltweit.