Schloss Dornbach, Wasserschloss in Kärnten, Österreich
Schloss Dornbach ist ein Wasserschloss in der Ortschaft Dornbach in der Gemeinde Malta in Kärnten. Eine hohe Ringmauer mit Schießscharten aus dem 14. Jahrhundert umschließt Schloss und Wirtschaftsgebäude innerhalb eines breiten, baumbestandenen Wassergrabens. Der kubische, dreigeschoßige Renaissanceturm ging aus dem Wohngebäude einer Burg des 14. Jahrhunderts hervor und hat ein Walmdach mit Dachreiter, Spitzbogenportale aus dem 15. Jahrhundert und abgefaste steinerne Fenstergewände aus dem 16. Jahrhundert.
Das Schloss erschien erstmals 1462 in Aufzeichnungen unter dem Namen des Besitzers Andreas von Weißbriach auf. Von 1639 bis 1932 gehörte das Anwesen den Grafen von Lodron, was eine lange Periode der Stabilität und Entwicklung für die Anlage bedeutete.
Die barocken Steinfiguren einer Maria (1778) und eines Johannes Nepomuk (1779) stehen vor der Steinbrücke an der Ostseite. Der Name des Schlosses stammt von der salzburgischen Herrschaft Dornbach, die Ende des 13. Jahrhunderts nachweisbar ist. Die Kassettendecken im Inneren entstanden um 1600.
Schloss Dornbach liegt auf 797 Metern Seehöhe beim Ort Dornbach in der Gemeinde Malta. Eine Steinbrücke an der Ostseite führt über den Wassergraben zum Tor, vor dem die barocken Figuren der Maria und des Johannes Nepomuk stehen; eine moderne Brücke dient der Westseite. Das Schloss ist in Privatbesitz und nicht für Besucher geöffnet.
Ein breiter Wall mit Schießscharten aus dem 14. Jahrhundert umgibt das Gebäude und zeigt die ursprüngliche Verteidigungsfunktion der Anlage. Diese Befestigungen sind selten erhalten geblieben und machen das Schloss zu einem wertvollen Beispiel mittelalterlicher Wasserschutzarchitektur in der Region.
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