Villa Regenstreif, Herrenhaus in Währing, Österreich
Die Villa Regenstreif war eine Villa im 18. Wiener Gemeindebezirk Währing, die von 1913 bis 1917 vom Architekten Friedrich Ohmann für den Industriellen Fritz Regenstreif erbaut wurde. Das Herrenhaus stand in der Mitte des Grundstücks zwischen Pötzleinsdorfer Straße und Starkfriedgasse; seine Salons und Privaträume waren mit Holzpanelen und Marmorplatten verkleidet. Im Kellergeschoß befanden sich ein eigener Kinosaal, eine Kegelbahn und eine Orangerie.
Fritz Regenstreif, Holzindustrieller, ließ die Villa von 1913 bis 1917 durch den Architekten Friedrich Ohmann errichten. Im März 1941 musste er sie weit unter Wert an die nationalsozialistische Deutsche Arbeitsfront verkaufen; noch im selben Jahr starb er. Nach der Rückstellung an die Erben 1953 verkaufte die Familie die Villa 1958. Ein Brand bei Renovierungsarbeiten am 17. März 1964 führte zum Abriss.
Der Garten war ein Ort der Muße mit chinesischem Pavillon und Glaspalmhaus, wo Besucher exotische Pflanzen und Kunstwerke genießen konnten. Die weitläufigen Grünanlagen spiegelten den Wohlstand und Geschmack der Familie wider und luden zu Spaziergängen ein.
Das Gelände befand sich an der Kreuzung Pötzleinsdorfer Straße 36-38 und Starkfriedgasse 15 im Währinger Bezirk. Der Ort lässt sich am besten durch die umliegenden Straßennamen und die historische Lage im Bezirk identifizieren.
Der Name der Villa lebt in den Schriften Ivan Illichs weiter, der als Kind von 1932 bis 1942 hier wohnte und das Anwesen „Pötz“ nannte. Sein 1938 verfasster Bericht, mit elf Jahren geschrieben, schildert die Tage vor dem Anschluss. Sein Großvater Fritz Regenstreif liegt am Pötzleinsdorfer Friedhof begraben, wo der Grabstein irrig den 3. Mai statt des 8. Mai 1941 nennt.
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