Ursulinenkirche, Barockkirche an der Landstraße, Linz, Österreich.
Die Ursulinenkirche St. Michael ist eine spätbarocke Kirche an der Landstraße in Linz, erbaut zwischen 1736 und 1772 nach Plänen von Johann Haslinger, mit zwei Türmen und einer Fassade, deren konvexe Mittelachse von Statuen des heiligen Antonius von Padua und des heiligen Florian flankiert wird. Die einschiffige, dreijochige Saalkirche hat je drei hohe Nischen an den Seitenwänden für die Altäre; der Hochaltar, 1738 vom Abt des Stiftes Heiligenkreuz gestiftet und 1741 aufgestellt, trägt über dem Gemälde des Erzengels Michael von Martino Altomonte das Landeswappen Oberösterreichs.
Das Gebäude entstand in mehreren Bauphasen ab 1736 und wurde 1757 offiziell eingeweiht, wobei die Arbeiten bis 1772 andauerten. Die Verbindung zur Barockarchitektur Europas wurde durch die Teilhabe an künstlerischen Strömungen dieser Zeit geprägt.
Die Kirche war früher Klosterkirche der Ursulinen, die aus Wien kamen und in Linz den Unterricht begannen; das Altarbild des Heiligen Augustinus brachten sie 1679/80 mit. Seit der Restaurierung 1985 dient sie als Kunst- und Konzertkirche sowie als Gemeindekirche für das Forum St. Severin, den Katholischen Akademikerverband der Diözese Linz.
Der Kirchenraum ist an den meisten Tagen zugänglich und eignet sich gut für einen Besuch ohne lange Vorbereitung. Regelmäßig finden Konzerte und kulturelle Veranstaltungen statt, auf die man bei der Planung eines Besuchs achten sollte.
Der Schalldeckel der Kanzel von 1740 trägt Putten als Allegorien der damals vier bekannten Weltteile Europa, Asien, Afrika und Amerika; bekrönt wird er von Engeln auf einer Weltkugel mit Kreuz und Monstranz. Am geschwungenen Korb zeigen Reliefs Raphael mit Tobias, Jakobs Traum von der Engelsleiter und das Opfer der Eltern des Samson.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 92.872 Mitwirkenden weltweit.
