Schloss Hohenlehen, Schloss in Hollenstein an der Ybbs, Österreich
Schloss Hohenlehen ist eine zweigeschoßige Villa der Belle Époque, die der Architekt Maximilian Katscher zwischen 1906 und 1910 auf 430 m Seehöhe auf einer Terrasse über der Ybbs zwischen Opponitz und Hollenstein errichtete. Der turmartig erhöhte Mitteltrakt trägt eine Laterne mit weiterem Stübchen, und ein großzügiger Söller der Beletage ist über beidseitige Stiegenaufgänge erreichbar. Die Fassade zeigt schlichte historistische Rustizierung. Eine Allee führt 300 m zum vierseitigen Gehöft der Waldbauernschule.
Das Anwesen wurde zwischen 1896 und 1906 von Gustav Davis, dem Gründer der Kronen Zeitung, erworben und von einem Jagdschloss in eine repräsentative Residenz umgewandelt. Der Architekt Maximilian Katscher gestaltete die Belle-Époque-Fassade, die bis heute das Äußere des Schlosses prägt.
Seit 1949 beherbergt das Anwesen die Waldbauernschule, 1971 in Wald- und Gebirgsbauernschule Hohenlehen umbenannt und seither vom Land Niederösterreich getragen. Ihr forstlicher Zweig ist die einzige Forstfachschule Österreichs. Die Fachschule Unterleiten, ursprünglich die Mädchenschule, ist seit Beginn als Expositur angeschlossen.
Das Schloss liegt auf einer Höhe mit herrlichem Blick auf die Ybbs-Landschaft und ist am besten zu Fuß über die nahe gelegenen Wanderwege erreichbar. Das Gebäude befindet sich auf privatem Gelände, daher sollten Besucher vorher überprüfen, ob Besichtigungen möglich sind und welche Regeln gelten.
Gustav Davis, Gründer der Kronen Zeitung, starb 1951 im Alter von 95 Jahren auf Hohenlehen. Das Gut, das er ab 1896 zusammentrug, umfasste etwa 1500 Hektar, davon rund 80 Prozent Wald, und diente vor allem als Privatjagd. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde es zu einem über Österreich hinaus bekannten Musterbetrieb, in dem das Hohenlehner Braunvieh erzüchtet wurde.
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