Schloss Kainberg, Renaissanceschloss in Kumberg, Österreich
Schloss Kainberg ist ein dreigeschoßiges Renaissanceschloss, das zwischen 1570 und 1575 errichtet wurde und ein regelmäßiges Viereck um einen rechteckigen, dreigeschoßigen Arkadenhof bildet. Die Arkaden an drei Seiten wurden im 19. Jahrhundert größtenteils verglast; an den vier Ecken stehen quadratische Ecktürme mit Pyramidendächern. Im mittleren Teil des Westflügels erhebt sich ein mächtiger Uhr- und Glockenturm mit einem von einer Laterne gekrönten Dach.
1218 wird mit Otto von Chunperch ein Besitzer des befestigten Hofes genannt, der über 300 Jahre bei den von Kainberg blieb. 1547 kam er an Gilg von Saurau, nach zwei Monaten Besitz durch Melchior Huber 1570 an Otto VI. von Ratmannsdorf, der ihn zwischen 1570 und 1575 zu einem Renaissanceschloss umbaute. Dessen protestantische Tochter musste 1629 die Steiermark verlassen, das Schloss ging an Siegmund Friedrich von Gleispach; 1841 kam es an die Familie Wimpffen, die es bis heute bewohnt.
Die Kapelle im Uhrturm des Westflügels ist den Heiligen Drei Königen geweiht. Seit 1841 gehört das Schloss der Familie Wimpffen, nachdem es Graf Franz Karl Eduard von Wimpffen erworben hatte; die Familie bewohnt es bis heute.
Das Schloss liegt auf einem steilen Hügel nördlich des Zentrums von Kumberg auf 542 Metern Höhe und ist von der Schloß-Kainberg-Weg zu erreichen. Der steile Anstieg erfordert gute Wanderschuhe und etwas Ausdauer beim Aufstieg.
In einem Eckzimmer sind eine Kassettendecke mit gemalter Maserung aus der Renaissance und ein Ofen aus dem 18. Jahrhundert erhalten. Der Nordflügel, der älteste Bauteil aus dem 15. Jahrhundert, bewahrt in den Obergeschoßen große Teile der ursprünglichen Innenausstattung.
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