Wassermannsloch, Karstquellhöhle in Eisenerz, Österreich
Das Wassermannsloch ist eine Karstquellenhöhle bei Eisenerz, die sich über mehr als 1000 Meter hinter einem unterirdischen Siphon erstreckt. Die Höhle ist eines der längsten wassergefüllten Höhlensysteme Österreichs mit mehreren unterirdischen Passages.
Die erste dokumentierte Erkundung fand 1747 statt, als Joseph Anton Nagel die Höhle im Auftrag des österreichischen Kaisers untersuchte. Seit 1995 wurden die unterirdischen Passagen mit moderner Ausrüstung erforscht und kartografiert.
Der Name des Ortes bezieht sich auf eine alte Geschichte über einen Wassergeist, der Menschen einst zu den Eisenerzvorkommen führte. Die Legende verbindet den Ort mit der langen Bergbautradition der Region.
Die Höhle ist nur mit spezieller Ausrüstung und professioneller Führung zugänglich, da die unterirdischen Gewässer tief und anspruchsvoll sind. Besucher sollten sich vorher informieren, da nur organisierte Touren mit erfahrenen Führern angeboten werden.
Das System gibt etwa 50 bis 10000 Liter Wasser pro Sekunde ab, was es zur Hauptwassernachspeisung der gesamten südwestlichen Region macht. Diese enorme Wassermenge variiert je nach Witterung und Niederschlag stark und macht die Höhle zu einem wichtigen geologischen Indikator.
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