Wassermannsloch, Karstquellhöhle in Eisenerz, Österreich
Das Wassermannsloch, auch Schwarze Lacke oder Neustücklgrotte genannt, ist eine Karstquelle im Tal des Erzbaches östlich von Oberjassingau, zwischen Hieflau und Eisenerz. Seine vermessenen Gänge umfassen 1084 m und machen es zur längsten hinter einem permanenten Siphon vermessenen Höhle Österreichs. Die Quelle liegt auf Privatgelände und schüttet im Mittel 524 l/s.
Die erste dokumentierte Erkundung fand 1747 statt, als Joseph Anton Nagel die Höhle im Auftrag des österreichischen Kaisers untersuchte. Seit 1995 wurden die unterirdischen Passagen mit moderner Ausrüstung erforscht und kartografiert.
Der Name des Ortes bezieht sich auf eine alte Geschichte über einen Wassergeist, der Menschen einst zu den Eisenerzvorkommen führte. Die Legende verbindet den Ort mit der langen Bergbautradition der Region.
Die Quelle liegt östlich von Oberjassingau im Tal des Erzbaches auf Privatgelände, der Zutritt ist daher nur mit Erlaubnis der Eigentümer möglich. Die Höhle setzt sich hinter einem permanenten Siphon fort und wird von Mitgliedern des Vereins für Höhlenkunde in Obersteier im Projekt „Aquarius“ vermessen. Die Schüttung schwankt zwischen 50 und 10.000 l/s, der Wasserstand ändert sich also rasch.
Mit 1084 m vermessener Gesamtlänge ist das Wassermannsloch nach dem Stand von 2014 die längste hinter einem permanenten Siphon vermessene Höhle Österreichs. Die mittlere Schüttung beträgt 524 l/s, die Werte reichen von 50 bis 10.000 l/s. Der Eingang liegt östlich von Oberjassingau im Tal des Erzbaches auf Privatgelände.
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