Wienbibliothek im Rathaus, Forschungsbibliothek im Rathaus, Wien, Österreich.
Die Wienbibliothek im Rathaus ist eine wissenschaftliche Bibliothek im ersten Stock des Wiener Rathauses. Sie verwahrt 500.000 Bücher, 2.000 Zeitungen und Zeitschriften, 300.000 Plakate, 500.000 Autographen und eine der bedeutendsten Musiksammlungen der Welt. In ihren Lesesälen können Forschende diese Bestände vor Ort einsehen.
Am 28. April 1856 beschloss der Wiener Gemeinderat unter Bürgermeister Johann Kaspar Freiherr von Seiller die Neugründung als juristische Bibliothek für die Stadtverwaltung im Alten Rathaus in der Wipplingerstraße. 1886 übersiedelte sie in den ersten Stock des neuen Rathauses, 1889 wurde sie mit dem Historischen Museum zu den Städtischen Sammlungen vereinigt. 1939 wurden Bibliothek und Museum wieder getrennt; den Namen Wienbibliothek im Rathaus trägt sie seit 2006.
Die Bibliothek bewahrt umfangreiche Sammlungen von Autographen und persönlichen Dokumenten von Schriftstellern, Künstlern und Persönlichkeiten auf, die mit Wien verbunden sind. Besucher können handschriftliche Briefe, Noten und andere Original-Materialien sehen, die das kulturelle Leben der Stadt widerspiegeln.
Die Bibliothek befindet sich in einem historischen Gebäude in der Innenstadt und ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln leicht zu erreichen. Besucher sollten beachten, dass Materialien nur vor Ort einsehbar sind und für spezielle Sammlungen möglicherweise eine Anmeldung erforderlich ist.
2001 wurden 340 eigenhändige Musikmanuskripte Franz Schuberts und eine nahezu vollständige Sammlung der Erstausgaben seiner Werke in das UNESCO-Register Memory of the World aufgenommen. Den Grundstock bildete eine Schenkung des Industriellen Nikolaus Dumba; die Bibliothek bezeichnet ihren Schubert-Bestand heute als weltweit größte Schubertiana-Sammlung.
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