Ehemalige Wiener Börse, Börsengebäude in Innere Stadt, Österreich
Das ehemalige Wiener Börsengebäude ist ein historisches Bauwerk im ersten Wiener Gemeindebezirk Innere Stadt, das im Stil der Renaissance-Neoarchitektur errichtet wurde. Die Fassade zur Schottenring-Seite zeigt eine Reihe großer Bogenfenster und Pilaster, während die Innenräume mit hohen Decken und aufwendigen Stuckarbeiten ausgestattet sind.
Neun belegte Standorte hatte die Börse hinter sich, als das Haus am 14. März 1877 eröffnet wurde: Kaiser Franz Joseph I. ließ sich dabei vom Börsekammerpräsidenten Moritz von Wodianer führen, der Handel begann am 19. März. Der 1956 zerstörte Börsesaal wurde nicht wiederhergestellt, 2001 zog die Börse aus.
Umgangssprachlich heißt das Gebäude „Alte Börse“. Seine Säle werden für Veranstaltungen vermietet, die Obergeschoße und das ausgebaute Dachgeschoß dienen als Mietbüros; außerdem befinden sich ein Restaurant und ein Blumenladen im Haus. Die Österreichische Post gab 2013 und 2021 Sondermarken mit einer historischen Darstellung des alten Börsegebäudes heraus.
Das Gebäude liegt direkt am Schottenring, einem der großen Ringstraßenabschnitte, und ist daher gut zu Fuß oder mit der U-Bahn erreichbar. Der Zugang zum Inneren ist in der Regel nur bei organisierten Führungen oder gebuchten Veranstaltungen möglich.
Der Brand von 1956 zerstörte rund zwei Drittel des Hauses, darunter den berühmten Börsesaal mit seinen elf Abteilungen und den Maßen 58,8 auf 26,5 auf 22,8 Meter. Statt ihn wiederherzustellen, gestalteten die Architekten Erich Boltenstern und Erich Schlöss ihn bei der Instandsetzung 1956–1959 in einen Innenhof um. Am 7. Dezember 1959 wurde der Börsenbetrieb wieder aufgenommen.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 92.931 Mitwirkenden weltweit.