Wohnhaus, Haus Rufer, Geschütztes Wohngebäude in Hietzing, Wien, Österreich.
Das Rufer-Haus ist ein denkmalgeschütztes Einfamilienhaus im Wiener Bezirk Hietzing, das als kompakter weißer Kubus mit flachem Dach gebaut wurde. Die Fenster sind unregelmäßig in der Fassade verteilt, und das Gebäude steht in einer ruhigen Wohngegend unweit des Stadtzentrums.
Adolf Loos entwarf das Haus im Jahr 1922 für Josef und Marie Rufer und realisierte damit erstmals konsequent seinen Raumplan-Ansatz, bei dem jeder Raum seine eigene Höhe und Lage im Gebäude erhält. Dieses Haus gilt als wichtiger Wendepunkt in Loos' Werk und in der Geschichte der modernen Architektur.
An der Außenfassade des Hauses sind Abgüsse von Fragmenten des Parthenonfries angebracht, was auf den ersten Blick ungewöhnlich wirkt. Diese Kombination aus klassischem Reliefschmuck und klaren weißen Wänden ist beim Vorbeigehen gut sichtbar.
Das Gebäude ist von außen gut von der Straße aus zu sehen, und ein kurzer Spaziergang durch das Viertel lohnt sich, um die Fassade in Ruhe zu betrachten. Das Innere ist in der Regel nicht öffentlich zugänglich, daher empfiehlt es sich, vorab zu prüfen, ob Führungen angeboten werden.
Im Inneren des Hauses befindet sich eine zentrale Säule, die nicht nur als Stütze dient, sondern auch alle Leitungen für Wasser und andere Versorgungseinrichtungen verbirgt. Diese Lösung ermöglichte es Loos, die Wände völlig frei zu halten und die Räume flexibler zu gestalten.
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