Stadtbefestigung Gmünd, Mittelalterliche Stadtbefestigung in Gmünd, Österreich.
Die Stadtbefestigung Gmünd in Kärnten ist ein System aus Mauern, Türmen und Toren, das die mittelalterliche Stadt in einer parallelogrammförmigen Form umgibt. Die Anlage umfasst mehrere Tortürme wie das Untere Tor und das Pankratius-Tor, die verschiedene Phasen der Entwicklung zeigen.
Die Befestigung wurde zwischen 1240 und 1270 errichtet und erhielt ihre größten Erweiterungen nach 1346, als Gmünd offiziell Stadtrechte erhielt. Diese Verbesserungen der Verteidigungsanlage folgten dem wachsenden Wohlstand und der Bedeutung der Stadt in Kärnten.
Der Hauptplatz reicht vom Unteren Tor, auch Stadtturm genannt, bis zum Oberen Tor. Das Pankratiustor ist in die Südostmauer neben der Pankratiuskirche eingebunden, die 1792 nach einem Brand profaniert und als Lager genutzt wurde. Eine Sage berichtet, ein im damaligen See verunglückter Grafensohn namens Pongratz sei nach dem Ablassen des Sees gefunden worden, und an dieser Stelle sei eine Kirche erbaut worden.
Man kann die Befestigung auf eigene Faust erkunden oder an Führungen teilnehmen, die mehr über die Struktur und Geschichte erzählen. Es ist am besten, festes Schuhwerk zu tragen, da die Wege rund um die alten Mauern und Türme uneben sein können.
Der Amthof in der Südwestecke ist die eigentliche Burg des 13. Jahrhunderts: Sein Mauerwerk stammt großteils aus den Jahren 1240–1270 und ist damit älter als die Alte Burg auf dem Hügel im Norden, die erst im 14. Jahrhundert als Teil der Stadtbefestigung errichtet wurde.
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