Kraftwerk Jochenstein, Wasserkraftwerk an der österreichisch-deutschen Grenze
Das Kraftwerk Jochenstein ist ein Laufwasserkraftwerk an der Donau, das direkt auf der Grenze zwischen Österreich und Deutschland liegt, zwischen Engelhartszell und Untergriesbach. Es nutzt die Strömung des Flusses, um Strom zu erzeugen, und verfügt über eine Schleuse, die den Schiffsverkehr auf der Donau passieren lässt.
Das Kraftwerk wurde in den frühen 1950er Jahren als gemeinsames Projekt zwischen Österreich und Deutschland geplant und 1956 in Betrieb genommen. Es war eines der ersten großen Infrastrukturprojekte, bei dem die beiden Länder nach dem Zweiten Weltkrieg zusammenarbeiteten.
Das Kraftwerk liegt direkt auf der Grenze zwischen Österreich und Bayern, und die Grenzlinie verläuft buchstäblich durch das Maschinenhaus. Wer die Brücke überquert, wechselt dabei die Nationalität, ohne es auf den ersten Blick zu bemerken.
Eine Brücke über das Kraftwerk ist für Fußgänger und Radfahrer zugänglich und ermöglicht den Grenzübertritt zwischen Bayern und Österreich. Von dort aus hat man einen direkten Blick auf die Donau und das laufende Maschinenhaus darunter.
Das Kraftwerk wird von zwei getrennten Unternehmen betrieben, eines auf österreichischer, das andere auf bayerischer Seite, obwohl das Gebäude physisch ein einziges Bauwerk ist. Diese geteilte Betriebsstruktur macht Jochenstein zu einem der wenigen Kraftwerke der Welt, das buchstäblich zwei Eigentümer hat.
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