Burg Rothenfels, Mittelalterliche Burg in Oberwölz, Österreich.
Schloss Rothenfels ist eine mittelalterliche Felsenburg auf einem eisenhältigen rötlichen Felsen, etwa 100 Höhenmeter über Oberwölz. Sie besteht aus der ältesten Kernburg auf dem Felsen und einer etwas tiefer gelegenen Vorburg; im Hof der Kernburg liegt ein Wasserbecken. Die Bauteile entstanden durch Umbauten des 14. bis 17. Jahrhunderts; im Süden steht die Burg über einer senkrechten Felswand, von der Gegenseite führt eine kaum geneigte Ebene heran.
Die Burg wurde 1007 erstmals urkundlich erwähnt und diente der Hochstift Freising fast 800 Jahre lang als Verwaltungszentrum, bis die Verbindung 1803 endete. Diese lange Herrschaftsperiode prägte die Struktur und die Funktion der Anlage über mehrere Jahrhunderte hinweg.
Der Name der Burg stammt von dem eisenhältigen rötlichen Felsen, auf dem sie steht; früher hieß sie nach dem Tal Welz. Der Mohr in den Wappen von Burg und Stadt Oberwölz stammt vom Bistum Freising, dem das Wölzertal von 1007 bis 1803 gehörte. Neben dem Tor stand eine Kapelle, die um die Mitte des 14. Jahrhunderts erweitert und mit Gütern bedacht wurde; aus ihren Erträgen wurde ein Priester erhalten, die „Caplanay im gschloss Rothenfels“.
Die Burg steht auf einem eisenhältigen rötlichen Felsen etwa 100 Höhenmeter über Oberwölz, im Süden über einer Felswand, während von der Gegenseite eine kaum geneigte Ebene heranführt. Sie ist in Privatbesitz und wird von der Familie Steiner aus den Einnahmen des zugehörigen Forstbetriebes erhalten; Besuche richten sich daher nach den Vereinbarungen mit den Eigentümern und nicht nach festen Öffnungstagen.
Der Burgkern behielt sein mittelalterliches Erscheinungsbild über die Jahrhunderte hinweg, was heute selten ist, da die meisten Burgen später umgebaut wurden. Dieses Originalgewand macht einen Besuch besonders für alle wertvoll, die authentische mittelalterliche Architektur sehen möchten.
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