Ehrwalder Becken, Gletscherbecken in Biberwier und Ehrwald, Österreich.
Das Ehrwalder Becken ist eine eiszeitliche Mulde in Österreich, die sich als flaches Moorland zwischen steilen Bergwänden der Wettersteingruppe ausdehnt. Das Gelände wird von Bächen durchflossen, die langsam durch die moorigen Böden fließen und ein feuchtes Ökosystem schaffen.
Vor etwa 4100 Jahren verursachte ein großer Bergsturz die Entstehung des Fernpasses und staute die Loisach auf, was die Wasserableitung der Beckenregion dauerhaft nach Norden umleitete. Diese geologische Umwälzung formte das Gesicht der heutigen Landschaft grundlegend.
Der Name der Gegend geht auf die Moorlandschaft zurück, die die natürliche Grenze zwischen den Tälern bildet und seit Jahrhunderten das Leben der Menschen prägt. Wanderer und Einheimische nutzen diesen Ort heute als Verbindung zwischen den Dörfern und als Ort der Natur.
Die Gegend bietet ein Netzwerk von Wanderwegen und Fahrradstrecken, die von den drei Ortschaften aus gut erreichbar sind und sich für verschiedene Fitnessstufen eignen. Der flache Untergrund ermöglicht auch einfache Touren mit Familie oder gemütliche Fahrten mit dem Rad.
Die Gegend beherbergt seltene Übergangsmöore und spezialisierte Pflanzen wie Moororcideen, die unter strengem Schutz stehen und oft unbemerkt von Besuchern bleiben. Über 50 Vogelarten nutzen die Wiesen und feuchten Zonen, darunter bedrohte Arten, die nur hier und in wenigen anderen Alpengebieten vorkommen.
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