Forschungszentrum Seibersdorf, Forschungseinrichtung in Seibersdorf, Österreich.
Das Forschungszentrum Seibersdorf ist eine Forschungseinrichtung in der niederösterreichischen Gemeinde Seibersdorf, die mehrere Labore auf einem weitläufigen Gelände beherbergt. Die Labore befassen sich mit Themen wie Lebensmittelsicherheit, Landwirtschaft, Umweltüberwachung und nuklearer Messtechnik.
Die Einrichtung entstand nach dem Kauf eines Grundstücks durch die Österreichische Studiengesellschaft für Atomenergie im Jahr 1958, woraufhin zwischen 1958 und 1960 Österreichs erster Forschungsreaktor gebaut wurde. Diese frühen Schritte legten den Grundstein für Österreichs Beteiligung an der internationalen Kernforschung.
Das Zentrum arbeitet eng mit der Internationalen Atomenergiebehörde zusammen und empfängt regelmäßig Wissenschaftler und Techniker aus aller Welt zu Schulungsprogrammen. Wer das Gelände besucht, bemerkt den ausgesprochen internationalen Charakter des Ortes.
Das Zentrum liegt in der kleinen Gemeinde Seibersdorf, südlich von Wien, und ist mit dem Auto oder dem Zug gut erreichbar. Da es sich um eine aktive Forschungseinrichtung handelt, ist der Zugang zum Gelände in der Regel beschränkt und sollte vorab geprüft werden.
Das Zentrum betreibt ein Labor für die Sterile-Insekten-Technik, bei der schädliche Insekten durch die Freisetzung sterilisierter Männchen bekämpft werden, ohne dass chemische Pestizide zum Einsatz kommen. Diese Methode nutzt das Wissen aus der Strahlenforschung für einen überraschend alltagsnahen Zweck.
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