Oppidum von Gründberg, Keltische Höhensiedlung in Linz, Österreich
Das Oppidum von Gründberg ist eine keltische Bergsiedelung auf einem Bergausläufer nördlich der Donau in Linz, die sich über etwa 1,5 Kilometer Länge erstreckt. Die Anlage nutzt natürliche steile Hänge als Schutz und wird auf der Nordseite durch doppelte Wallmauern mit einem charakteristischen keltischen Tor gesichert.
Die Siedlung entstand als wichtiger Stützpunkt für Handelswege, die die Voralpen durch das Mühlviertel mit dem Moldautal in Böhmen verbanden. Später verlief die mittelalterliche Salzhandelsroute Linzer Steig über das Gelände und verbunden verschiedene Kulturregionen miteinander.
Der Ort trägt den Namen des Bergrückens Gründberg und zeigt heute noch Spuren der keltischen Besiedlung, die Besucher beim Erkunden der Landschaft entdecken können. Die Überreste vermitteln einen Eindruck davon, wie diese frühen Gemeinschaften ihre Lebensräume auf erhöhten Positionen organisierten.
Besucher sollten wissen, dass der Ort auf erhöhtem Gelände liegt, weshalb festes Schuhwerk und Zeit für Erkundung notwendig sind. Die natürliche Topografie ermöglicht es, die defensiven Strukturen und die Ausdehnung der Anlage beim Erkunden zu verstehen.
Ausgrabungen von 1997 legten Eisenablagerungen frei, die Werkzeuge, Küchengeräte, Waffen und Wagenteile aus der späten La-Tène-Zeit enthielten. Diese Funde geben einen unmittelbaren Einblick in den Alltag und die handwerklichen Fähigkeiten dieser keltischen Gemeinschaft.
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