Schloss Breiteneich, Renaissanceschloss in Horn, Österreich
Das Neues Schloss in Horn ist ein Renaissance-Bauwerk aus dem Jahr 1672, das neben der Altburg steht und sich durch schlichte Fassaden und einfache geometrische Formen auszeichnet. Die Architektur zeigt eine funktionale Herangehensweise ohne aufwendige Verzierungen oder dekorative Elemente.
Die Altburg wurde erstmals 1223 erwähnt und war Sitz einer Adelsfamilie, die nach dem Ort benannt war. Das neuere Schloss entstand Jahrhunderte später im 17. Jahrhundert als separate Anlage.
Der Name Breiteneich geht auf das Geschlecht zurück, das sich hier ansiedelte und dem Herrschaftssitz seinen Namen gab; zu den Besitzern zählten die Fronhammer, Rappach, Herberstein, Kuefstein, Trautson und Hoyos. Die Portalinschrift von 1541 nennt Erasmus von Schneckenreith und seine Gemahlin Margaretha Dierbahin, die Tor und Mauer erbauen ließen.
Das Schloss befindet sich in Privatbesitz und wird durch eine Familie bewirtschaftet, daher sind Besuche normalerweise auf Voranmeldung angewiesen. Es empfiehlt sich, vorher Kontakt mit den Eigentümern aufzunehmen, um Besichtigungen zu arrangieren.
Der quadratische Innenhof birgt einen tiefen Brunnen mit massiver runder Steinrahmung; seine schmiedeeiserne Haube dürfte aus den 1920er Jahren stammen, da sie in der Beschreibung von P. F. Endl von 1896 nicht erwähnt wird. In den Ecken des Süd- und Nordtraktes treten schräg gegenüber die Rundungen zweier Schneckenstiegen aus den Fassaden, und der Eingang am Südtrakt wird vom Doppelwappen des Schneckenreith und seiner Gattin bekrönt.
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