Schloss Ramingdorf, Schloss in Behamberg, Österreich
Schloss Ramingdorf ist ein dreigeschoßiges Gebäude mit steilem Walmdach und einer Grundfläche von nur etwa 10 × 12 m, mit drei Fensterachsen auf der Schauseite und vier auf der Querseite. Eine zweiflügelige Eingangstreppe führt zu einem Tor, das von einem Vierecksturm mit Uhr gekrönt ist; runde Ecktürmchen mit Schießscharten und Kegeldächern rahmen die um 1830 erneuerte Fassade.
Die Hinterholzer, auch Retzenwinkler genannt, hatten Ramingdorf von den Starhembergern und ab 1309 von den Wallseern zu Lehen. 1499 verkaufte Jakob Hinterholzer die Herrschaft an Appolonia Prantstetter aus Steyr; 1504 erlosch das Geschlecht. 1516 befreite Georg von Schaunberg den Hof und das öde Gemäuer vom Lehensband. Ab 1567 besaß die Familie Händl den Edelsitz, 1768 folgte Joachim Mechtl von Engelsperg.
Ein Kupferstich von Georg Matthäus Vischer aus dem Jahr 1672 dokumentiert das architektonische Erscheinungsbild des Schlosses während der Renaissance.
Das Schloss Ramingdorf liegt in Ramingdorf 1 und 2 in der Gemeinde Behamberg, etwa 2 km nordöstlich von Steyr. Das Gebäude ist in Privatbesitz und wird landwirtschaftlich genutzt, ist also nur von außen zu betrachten. Die Überdachung der Freitreppe stützt nur mehr ein Notbalken ab, und das Schlossgebäude scheint zu verfallen.
Das Gebäude ist ein Schloss, keine Burg, dessen Kern aus dem 16. Jahrhundert stammt. Ein Stich von Georg Matthäus Vischer aus dem Jahr 1672 zeigt es als Wasserschloss mit hölzerner Brücke, mit Schießscharten bewehrter Mauer, Rundtürmen und Kegeldächern; hinter dem Haus sind Reste des Wassergrabens erhalten.
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