Schloss Prankh, Renaissance-Schloss in Sankt Marein-Feistritz, Österreich
Schloss Prankh ist ein Renaissance-Schloss in Sankt Marein-Feistritz, das aus zwei mittelalterlichen Bauten zu einer einheitlichen Bauform zusammengefasst wurde. Um das Gebäude herum sind noch Spuren alter Wassergräben zu erkennen, die aus früheren Verteidigungsanlagen stammen.
Schloss Prankh entstand wohl im 11. Jahrhundert neben der Burg Feistritz, dem Hauptwehrbau des Mareiner Bodens, als Sitz der Ritter von Pranckh, später Freiherren und Grafen. Im 13. Jahrhundert wurde die Anlage erweitert, und die Quellen berichten lange von zwei getrennten Schlössern, die von einem Wassergraben geschützt waren. 1562 wurden die beiden selbständigen Bauten zu einem einzigen Renaissancebau zusammengefasst. Nach mehreren Besitzern wurde es 1815 bereits als verfallenes Schlössl beschrieben; 1838 kam es an die Weinmeister und 1896 an die Ritter von Leuzendorf, die die längst fälligen Sanierungen vornahmen.
Das Schloss war lange Zeit der Sitz der adeligen Familie Pranckh und prägte das regionale Leben als wichtiger Herrschaftsmittelpunkt. Heute kann man von außen die Architektur betrachten, die von dieser Zeit der Macht und Verwaltung erzählt.
Schloss Prankh liegt in der Ortschaft Prankh bei Sankt Marein-Feistritz im Seckauer Raum in der Steiermark. Es ist ein Privatbesitz, auf dem eine Forst- und Gutsverwaltung geführt wird; daher ist nur der Renaissancebau von außen, von den umliegenden Wegen aus, zu sehen.
Die Wassergräben des Schlosses waren so wirksam, dass die Türken, die den Mareiner Boden wiederholt heimsuchten, es nie angriffen. Ein Teil der Familie Pranckh blieb in St. Marein, während der Herrschaftssitz 1425 in das obere Murtal nach Burg Pux verlegt wurde.
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