Haus Dellacher, Modernistische Residenz in Oberwart, Österreich.
Das Haus Dellacher ist ein ebenerdiges Wohnhaus in Oberwart nach dem traditionellen burgenländischen Haustypus, mit weißer Fassade und Arkaden. Der kubistische Baukörper driftet in der Mitte auseinander und öffnet Nischen als Fenster; der Essplatz wird nur durch eine obenliegende Lichtkuppel belichtet. Holzenischen und springende Raumebenen verweisen auf Adolf Loos, gartenseitig steht ein Hain aus Essigbäumen.
Raimund Abraham erbaute das Haus Dellacher 1969 für den Fotografen Max Dellacher, einen Jugendfreund, und dessen Gattin Gisela. Der Entwurf folgt dem ebenerdigen traditionellen Haustypus des Burgenlands und der Einfachheit der japanischen Zen-Tradition. Im August 2015 kaufte Johannes Handler das Haus, sanierte es und machte es öffentlich zugänglich; der Verein Das Dellacher kümmert sich um Erhaltung und Veranstaltungen.
Das Haus wird vom Verein Das Dellacher betreut, der seit dem Kauf und der Sanierung durch Johannes Handler im Jahr 2015 für Erhaltung und Veranstaltungsprogramm sorgt. Der Essplatz verzichtet auf den Blick in die Ebene und wird nur durch eine obenliegende Lichtkuppel belichtet, wie es japanische Teehäuser tun. Holznischen in versetzten Raumebenen verweisen auf Adolf Loos.
Das Haus kann nur mit Führung besucht werden, die von der Dellacher-Vereinigung organisiert wird. Die Besichtigungen ermöglichen Zugang zu den restaurierten Räumen und deren architektonischen Besonderheiten.
Die monolithische Struktur teilt sich in der Mitte, um natürliche Fensteröffnungen zu schaffen und Licht auf unerwartete Weise in die Räume zu bringen. Eine überdachte Arkade im Obergeschoss verbindet das modernistische Design mit lokalen Bautraditionen aus der Region.
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