Lindenhof, Denkmalgeschütztes Objekt in Eggenburg, Österreich.
Das Jugendheim Lindenhof ist ein Ausbildungsheim für männliche Jugendliche der Stadt Wien in Eggenburg, Niederösterreich. Das älteste Gebäude von 1888 an der Grafenbergerstraße ist eine mehrflügelige Anlage mit vorspringenden Risaliten; die Pavillons von 1908 an der Felberstraße sind parkartig symmetrisch angeordnet, mit späthistoristischem Dekor und burgartigen Formen.
1887–1888 als Besserungsanstalt für Kinder an der Grafenbergerstraße erbaut, betreute sie rund 200 Buben und Mädchen im Alter von sechs bis vierzehn Jahren. 1908 erwarb die Stadt das ehemalige Krankenhaus und erweiterte die Anlage mit Pavillons an der Felberstraße; 1922 übernahm Wien die Verwaltung.
Der Name Lindenhof verweist auf die Linden des Areals; seit den 1960er-Jahren erregt das Heim des Öfteren mediales Interesse. Etwa 30 Jugendliche leben hier und erlernen Berufe wie Maurer, Tischler, Bäcker, Gas- und Wasserinstallateur oder Maler und Lackierer. Die soziale Integration der Untergebrachten ist das erklärte Ziel.
Der Lindenhof ist ein Ausbildungsheim mit Wohnbetrieb und kein öffentlicher Ort, daher nicht zu besichtigen. Die Anlage liegt zwischen Grafenbergerstraße und Felberstraße am Rand der Eggenburger Altstadt; der Hauptbau von 1888 und die parkartig angeordneten Pavillons von 1908 sind von den umliegenden Straßen aus zu sehen.
Die 1908 errichteten Pavillons an der Felberstraße wurden parkartig symmetrisch angelegt, wobei das ehemalige Krankenhaus der Stadt einbezogen wurde. Ihr späthistoristischer Dekor greift altdeutsch-romantische burgartige Formen auf, und mehrere Foyers und Stiegenhäuser sind original erhalten. Die landwirtschaftlichen Schulungsgebäude mit Stallungen und Werkstätten entstanden in Holzständerbauweise mit Backsteindekor.
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