Notgasse und Riesgasse, Felsformation und Petroglyphen-Stätte in Gröbming, Österreich.
Die Notgasse ist eine Trockenrinne mit Wänden, die bis zu 60 Meter ansteigen und einen natürlichen Pfad am Fuße des Stoderzinken-Berges bilden. Der Weg durchquert diese beeindruckende Felsenlandschaft und zeigt an den Steinen alte Gravuren, die von Menschen aus früheren Zeiten stammen.
Die älteste datierte Felsgravur in der Notgasse stammt aus dem Jahr 1643, doch Forscher vermuten, dass einige Einkerbungen bis zu 1200 Jahre alt sein könnten. Diese Zeitspanne zeigt, wie lange Menschen diesen Ort bereits als bedeutsam betrachtet haben.
Der Durchgang war für alpine Bauern, Säumer und Holzkohlebrenner ein wichtiger Weg, der Gröbming mit den östlichen Almflächen der Dachstein-Region verband. Die Einheimischen nutzten diese Route über Generationen hinweg für ihre tägliche Arbeit in den Bergen.
Der Wanderweg ist anspruchsvoll und erfordert gute Trittsicherheit auf unebenen Steinen sowie angemessene Ausrüstung. Es ist ratsam, früh am Tag zu starten und auf wechselhaftes Bergwetter vorbereitet zu sein.
Der Name Notgasse leitet sich vom keltischen Wort 'hnod' ab, was heiliges Feuer bedeutet und die alte spirituelle Bedeutung dieser Felsenformation anzeigt. Dieses keltische Erbe verbindet die heutige physische Landschaft mit den Überzeugungen der antiken Bevölkerung der Region.
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