Pfarrkirche Oberndorf, neuromanische Pfarrkirche in Oberndorf bei Salzburg, Österreich
Die Pfarrkirche Sankt Nikolaus ist ein einschiffiger Bau im Stil der Neoromanik mit Satteldach, einem fünfgeschoßigen Turm im Norden und einem gerade schließenden Chor. Die Westfassade trägt einen Dreieckgiebel und in einer rundbogigen Nische die Figur des hl. Rupert aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Das Hauptportal hat Bronzegriffe des Bildhauers Josef Zenzmaier (1968).
Bereits in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts ist eine Nikolauskirche an diesem Ort nachweisbar; dieser erste Bau fiel 1757 einem Brand zum Opfer. Der Nachfolgebau wurde durch wiederholte Hochwasserschäden baufällig und um 1900 abgerissen. Die jetzige Kirche war schon im Bau, als Kardinal Johannes Baptist Katschthaler am 19. März 1906 den offiziellen Grundstein legte; Weihbischof Balthasar Kaltner konsekrierte sie am 25. November 1907. Auf dem Schutt der alten Kirche steht seit 1937 die Stille-Nacht-Kapelle.
Die Kirche beherbergt die Stille-Nacht-Orgel, die 1982 von der Firma Rieger Orgelbau in das von Matthäus Schlager entworfene Gehäuse von 1913 eingebaut wurde. Sie war bei der ORF-Übertragung der Christmette 1982 österreichweit zu hören. Die drei mittigen leeren Felder wurden in den Orgelprospekt einbezogen, die drei gelblich verglasten Fenster mussten verblendet werden.
Der Zugang zur Kirche ist während der regulären Öffnungszeiten möglich, und Besucher sollten sich auf Öffnungszeiten erkundigen, bevor sie ankommen. Führungen sind für Gruppen verfügbar und helfen dabei, mehr über den Ort und seine Geschichte zu erfahren.
Die heutige Kirche ist nahezu baugleich mit der Pfarrkirche Kleinmünchen in Linz; beide wurden nach Plänen des Architekten Matthäus Schlager errichtet. Ihr Turm misst mit dem Kreuz 59 m, im vierten Geschoß hängen vier Stahlglocken, die größte mit 140 cm Durchmesser und rund 1620 kg.
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