Schloss Mittertrixen, Denkmalgeschütztes Schloss in Völkermarkt, Österreich
Schloss Mittertrixen ist ein zweigeschoßiger, vierflügeliger Spätbarockbau um einen rechteckigen Arkadenhof, der 1769/1770 unter Einbeziehung spätgotischer Bauteile seines Vorgängers errichtet wurde. Die Hauptfassade besitzt einen schmucklosen Dreiecksgiebel und ein Schulterbogenportal des mittelalterlichen Vorgängerbaus. Im Obergeschoß sind eine Kassettendecke aus dem 16. Jahrhundert und in drei Räumen Rokokostuck erhalten.
Das heutige Schloss entstand um 1770 als Neubau, nachdem Graf Leopold Christallnigg seine Residenz errichten ließ. Der Vorgängerbau, eine mittelalterliche Befestigung, wurde durch den Neubau ersetzt und seine Ruinen sind noch heute auf einem bewaldeten Hügel sichtbar.
Der Name Mittertrixen unterscheidet die mittlere der drei Burganlagen Ober-, Mitter- und Niedertrixen, die um 1322 erstmals als eigenständiges Gut urkundlich erwähnt wurde. Das Schloss ist in Privatbesitz und nicht zu besichtigen; Arkadenhof und Kassettendecke aus dem 16. Jahrhundert sind nicht zugänglich. Vom 19. Jahrhundert bis 1914 diente der Komplex als Reiterkaserne.
Das Schloss ist in Privatbesitz und kann nur von außen besichtigt werden, wobei Besucher die Grenzen des Anwesens respektieren sollten. Die umliegenden Gärten und die sichtbaren Ruinen der älteren Burg bieten gute Ausblicke von öffentlich zugänglichen Bereichen aus.
Im 19. Jahrhundert bis 1914 diente das Schloss als Reiterkaserne; nach dem Anschluss 1939 wurde die Familie Christallnigg vom nationalsozialistischen Regime enteignet, 1949 erhielt sie das Anwesen zurück. Drei Jahre später verkaufte sie es, später beherbergte es eine Westernreitschule.
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