Schloss Illmau, Mittelalterliches Wasserschloss in Kautzen, Österreich.
Schloss Illmau ist eine mittelalterliche Wasserburg in Kautzen mit einem zweigeschossigen dreiflügeligen Hauptbau und einem vier Stockwerke hohen Turm an der Südwestseite. Das Gebäude zeigt spätgotische Merkmale besonders an dem Tor und wurde mit Wassergräben angelegt.
Das Schloss wurde erstmals 1337 urkundlich erwähnt und stand zunächst unter der Herrschaft der Familie Hauser. 1390 kam es unter die Kontrolle der Familie von Herberstein Grünne, die es lange Zeit behielt.
Das Schloss war lange Zeit mehr als nur eine Festung - es diente als Glashütte und später als Papiermühle, was zeigt, wie sich solche Orte dem wirtschaftlichen Leben anpassten. Heute kann man an der Architektur noch nachvollziehen, welche verschiedenen Funktionen das Gebäude im Laufe der Jahrhunderte hatte.
Das Schloss befindet sich etwa 600 Meter nordwestlich der Pfarrkirche von Kautzen und ist von außen sichtbar. Da es sich in Privatbesitz befindet, ist eine Besichtigung von innen nicht möglich, aber man kann die Architektur und die Wassergräben von außen betrachten.
Das Schloss markierte einen strategischen Punkt an der historischen Grenze zwischen Österreich, Böhmen und Mähren, was seine Bedeutung als Grenzfestung zeigt. Seine Position machte es zu einem wichtigen Bauwerk in einem Netzwerk von Verteidigungsanlagen dieser Region.
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