Leeberg, Archäologische Grabstätte in Niederösterreich, Österreich
Der Leeberg, auch Tumulus Großmugl genannt, ist ein im Grundriss runder Grabhügel aus Löss bzw. Lösslehm, der 16 Meter aus der Ebene ragt und auf 265 m ü. A. liegt; damit zählt er zu den größten Grabhügeln Mitteleuropas. Er wurde während der Hallstattkultur angeschüttet und ist noch nicht wissenschaftlich geöffnet. Auf seiner Spitze steht ein Kreuz.
Der Leeberg wurde während der Hallstattkultur, also in der frühen Eisenzeit, angeschüttet und ist noch nicht wissenschaftlich geöffnet. Er ist das auffälligste archäologische Relikt der prähistorischen Siedlungen in der Umgebung von Großmugl. Der Hügel besteht aus Löss bzw. Lösslehm; seine steilen, trockenen Hänge wurden nie landwirtschaftlich genutzt.
Der Hügel gab der Marktgemeinde Großmugl ihren Namen: Die älteste überlieferte Form lautet Grassemugl, also „großer Mugel“, wobei Mugel das lokale Wort für Hügel ist. Mit seinen 16 Metern ist der Grabhügel weithin über die Ebene sichtbar und wurde so zum Namensgeber der Siedlung.
Der Hügel liegt in einer offenen Landschaft und ist von verschiedenen Blickwinkeln sichtbar, lässt sich aber am besten zu Fuß erkunden. Besucher sollten beachten, dass es vor Ort wenig Infrastruktur gibt und Informationstafeln begrenzt sind.
Weil die steilen, trockenen Hänge nie landwirtschaftlich genutzt wurden, überlebte dort ein artenreicher pannonischer Trockenrasen, der im Österreichischen Trockenrasenkatalog als regional bedeutend eingestuft ist. Auf der Kuppe wachsen Walliserschwingel und Pfriemengras, an den Hängen Quecken-Trockenrasen, stellenweise dominiert die Rispen-Flockenblume. Dünger- und Biozideinwehung von den umliegenden Feldern bedroht ihn.
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