Paul-Speiser-Hof, Städtische Wohnhausanlage in Floridsdorf, Wien, Österreich
Der Paul-Speiser-Hof ist ein Wohnkomplexbestand aus drei separaten Blöcken, die von Leopold Bauer, Karl Scheffel, Ernst Lichtblau und Hans Glaser entworfen wurden. Die Anlage bildet eine zusammenhängende Wohnsiedlung mit unterschiedlichen architektonischen Lösungen in den einzelnen Baukörpern.
Die Bebauung begann 1929 auf dem Gelände des Floridsdorfer Athletik-Clubs und wurde durch Leopold Bauer in den Jahren 1931 und 1932 mit der dritten Phase abgeschlossen. Der Ort war später Zeuge wichtiger politischer Ereignisse, die seine Bedeutung über die Wohnfunktion hinaus prägten.
Der Hof war während des Aufstands im Februar 1934 unter seinem damaligen Namen FAC-Hof ein wichtiger Ort für Widerstandsaktivitäten der Republikanischen Schutzbund. Besucher können heute die Spuren dieser politisch bewegten Zeit in der Struktur und Geschichte des Ortes nachempfinden.
Der Komplex wurde zwischen 1997 und 2000 umfassend renoviert, wobei Aufzüge eingebaut und Dächer, Fenster, Türen sowie Fassaden modernisiert wurden. Die Gebäude sind daher heute gut zugänglich und zeigen eine moderne Infrastruktur trotz ihrer historischen Ursprünge.
Der zweite Baukörper enthält einen vierstöckigen Innenhof in quadratischer Form mit verglasten Loggien und Balkonen, ein besonderes Merkmal von Architekt Ernst Lichtblau. Dieses Design schafft einen geschützten Raum, der Licht und Luft in die Wohnungen bringt und gleichzeitig Privatheit bietet.
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