Schloss Hanfelden, Renaissanceschloss in Pölstal, Österreich.
Schloss Hanfelden ist ein Renaissanceschloss im Pölstal mit vier Flügeln über drei Geschosse, die einen Arkadenhof mit kunstvollen architektonischen Details verschiedener Bauepochen einschließen. Die Strukturen zeigen Merkmale aus verschiedenen Phasen der Umgestaltung und bieten Einblick in die Entwicklung von Wehrbau zu Wohnschloss.
Nach seiner Zerstörung durch türkische Truppen im Jahr 1480 wurde das Schloss 1494 wiederaufgebaut und erhielt unter Hans Rauchenberger 1579 weitere Umgestaltungen. Diese Veränderungen prägen bis heute das Aussehen des Gebäudes und zeigen, wie es sich von einer zerstörten Festung zu einem repräsentativen Wohnsitz entwickelte.
Die Schlosskapelle besitzt eine erhaltene Stuckdecke aus dem 17. Jahrhundert, die religiöse Architekturelemente aus der frühen Barockzeit zeigt. Besucher können diese Details beim Durchgang durch die Räume beobachten und erkennen, welche künstlerischen Techniken damals verwendet wurden.
Das Gelände liegt auf 983 Metern Höhe in der Murtal und ist von Nadelwäldern umgeben, die Teil eines Mountainbike-Wegenetzes sind. Besucher sollten mit wechselnd steilen Wegen rechnen und gutes Schuhwerk mitbringen, da die Anfahrt über Waldpfade erfolgt.
Die Universität Wien führt seit 2016 archäologische Untersuchungen vor Ort durch, die Aufschluss über historische Bautechniken und das Leben in früheren Zeiten geben. Diese laufenden Grabungen ermöglichen Besuchern, Einblicke in die Entdeckung von neuen Funden und wissenschaftlichen Methoden zu gewinnen.
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