Burg Neu-Leonroth, Burgruine in Sankt Martin am Wöllmißberg (98717)
Burg Neu-Leonroth ist eine mittelalterliche Ruine auf einem Felshügel bei Sankt Martin am Wöllmißberg in der Steiermark. Die Anlage besteht aus einer Kernburg mit rechteckigem Grundriss von etwa 50 Metern Länge und einer dahinter liegenden Vorburg, wobei heute noch Mauerreste, ein Wohntrakt, Kappellenreste und eine in den Felsen gehauene Zisterne sichtbar sind.
Die Burg wurde um die Wende vom 13. zum 14. Jahrhundert erbaut und diente wichtigen Adelsfamilien wie den Herren von Traugau und von Massenburg als Sitz. Im 17. Jahrhundert wurde sie schließlich verlassen und verfiel, wobei ein Kupferstich von 1681 noch ihre teilweise zerstörten Strukturen zeigt.
Der Name der Burg wandelte sich im Laufe der Jahrhunderte von Leonrode zu Neu-Leonroth, was ihre wechselvolle Geschichte widerspiegelt. Heute erzählen die Mauerreste von einer Zeit, in der solche Befestigungen das Zusammenleben und die Macht in der Region prägten.
Die Ruine liegt auf einem steilen Felshügel mit erheblichen Höhenunterschieden, sodass festes Schuhwerk und etwas Ausdauer notwendig sind. Das Gelande wird heute als Denkmal geschützt und gepflegt, doch Besucher sollten sich vorher bei den örtlichen Behörden über Zugangsmöglichkeiten und aktuelle Bedingungen erkundigen.
Eine in den Felsen gehauene Zisterne mit etwa 3 Metern Durchmesser und 9 Metern Tiefe versorgte die Burgbewohner bei Belagerungen mit Wasser und zeigt die technischen Losungen des Mittelalters. Besondere Aufmerksamkeit verdient auch der Halsgraben auf der Nordseite, der direkt aus dem natürlichen Felshügel geschnitten wurde und eine clevere Nutzung der Topografie zur Verteidigung belegt.
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