Hitlerbauten, Wohngebäude im Stadtteil Bindermichl, Linz, Österreich.
Die Hitlerbauten sind Wohnkomplexe mit mehreren Gebaeuden in verschiedenen Linzer Stadtteilen wie Bindermichl, Spallerhof und Urfahr. Sie zeichnen sich durch symmetrisch angeordnete Bloecke mit groesseren Innenhoefen und Begruenflaechen aus, die etwa 11.000 Wohnungen beherbergen.
Die Komplexe wurden von 1940 bis 1945 erbaut, um die schnell wachsende Bevoelkerung der Stadt unterzubringen, die sich in dieser Zeit von 112.000 auf 200.000 Einwohner vergroesserte. Der Granitstein fuer die Konstruktion stammte aus dem Konzentrationslager Mauthausen und wurde durch Zwangsarbeit gewonnen.
Die Architektur verbindet traditionelle oberoesterreichische Hofplatzform mit moderner Wohnbebauung und schafft so einen unverwechselbaren Charakter in den Stadtteilen. Die Hoefe und ihre begrenzten Raeume praeagen bis heute das Alltagsleben der Bewohner.
Die Komplexe sind fusslaefig erkundet werden und spannen sich ueber mehrere Stadtteile aus, was Bewegungsfreiheit beim Erkundigen ermoeglicht. Besucher sollten genug Zeit einplanen, da der Ort selbst kein klassisches Besuchszentrum bietet, sondern hauptsaechlich aus Wohngebieten besteht.
Die Benennung des Komplexes bezieht sich auf den historischen Kontext der Erbauungszeit, bleibt aber fuer viele Besucher kontrovers und wird von manchen kritisch hinterfragt. Die grosse Flaechenausdehnung und das Fehlen von dokumentierten Gedenktafeln an den meisten Orten erschweren es Besuchern, die Geschichten vor Ort zu verstehen.
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