Dreimäderlhaus, Denkmalgeschütztes Objekt in Innere Stadt, Österreich.
Das Dreimäderlhaus steht an der Ecke von Schreyvogelgasse und Mölker Steig und hat eine T-förmige Grundform mit zwei Stockwerken und reich verzierten Fenstern im Obergeschoss. Die Seitenfassade zeigt ein trapezförmiges Giebeldach mit einem Rundfenster und einem bemalten Medaillon, das die Heilige Dreifaltigkeit darstellt.
Das Haus wurde zwischen 1775 und 1803 gebaut und zeigt die Architektur des Josephinischen Barocks mit seinem charakteristischen Spitzbogenportal und dekorativen Gesimsen mit Muschel- und Vaselornamenten. Diese Bauelemente sind typisch für die Zeit und prägen sein Äußeres bis heute.
Der Name des Hauses bezieht sich auf eine Geschichte über Komponist Franz Schubert und die drei Töchter eines Glasers, die später in verschiedenen Theaterstücken verarbeitet wurde. Die Geschichte ist heute noch in der Wahrnehmung des Ortes lebendig, auch wenn sie erfunden ist.
Das Gebäude ist heute Sitz der Schuhmarke Ludwig Reiter und bleibt von außen für Besucher sichtbar und zugänglich. Die ursprünglichen architektonischen Elemente sind durch Denkmalschutz erhalten geblieben und wurden seit 1950 gepflegt.
Das Haus war Schauplatz für die operettenhaften Geschichten, die um Schubert und die drei Mädchen erzählt wurden, was seine Bedeutung in Wiens musikalischer Geschichte prägte. Besucher erkennen heute oft nicht, dass die romantische Erzählung, die dem Gebäude seinen Namen gibt, völlig erfunden war.
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