Winarsky-Hof, Öffentlicher Wohnkomplex in Brigittenau, Wien, Österreich
Der Winarsky-Hof ist ein Wohnkomplex in Wien-Brigittenau mit ausgedehnten Innenhöfen und einer 200 Meter langen Fassade auf der Winarskystrasse, die von monumentalen Toranlagen geprägt ist. Das Ensemble enthält 534 Wohnungen mit symmetrischer Architektur und war mit modernen Heizungsanlagen sowie hohen Hygienestandards ausgestattet.
Das Ensemble entstand zwischen 1924 und 1926 und wurde von mehreren Architekten gestaltet, darunter Josef Hoffmann und Peter Behrens. Es verkörpert die Wiener Wohnbaupolitik dieser Zeit, als die Stadt bezahlbares Wohnen für Arbeiter und Angestellte ermöglichen wollte.
Der Hof war einst ein Treffpunkt für die Bewohner mit Kindergarten, Bibliothek und Werkstätten, die das tägliche Leben der Menschen prägen sollten. Das Kino funktionierte bis 1969 und zeigte, wie wichtig kulturelle Angebote für die Gemeinschaft waren.
Das Gelande ist leicht zu Fuss erreichbar und bietet klare Wege durch die Innenhöfe, die auch für Besucher mit eingeschrankter Mobilitat gut begehbar sind. Es ist ratsam, die Anlage bei Tageslicht zu erkunden, um die architektonischen Details und die Raumfolgen vollstandig wahrzunehmen.
An der Eingangsfassade stand von 1928 bis 1936 ein Denkmal fur Ferdinand Lassalle, das von Mario Petrucci geschaffen wurde. Das Monument wurde wahrend der austrofaschistischen Diktatur zerstort, was die tumulthafte Geschichte des Ortes in dieser Zeit widerspiegelt.
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