Nargin, Insel in Aserbaidschan
Böyük Zirə ist eine langgestreckte Insel im Kaspischen Meer, etwa fünf Kilometer vor der Küste von Baku im Absheron-Distrikt gelegen. Die Insel erstreckt sich über drei Kilometer, zeigt steile Klippen auf der Nordwestseite und besteht hauptsächlich aus felsigem Gelände mit wenig Vegetation.
Die Insel wurde im 17. Jahrhundert von russischen Siedlern Nargin genannt, in Anlehnung an eine estnische Insel namens Naissaar. Während des Ersten Weltkriegs diente sie als Lager für Kriegsgefangene, und in der Stalin-Ära wurden dort Hinrichtungen durchgeführt.
Der Name Böyük Zirə wurde 1990 wiederhergestellt und ersetzt damit die frühere russische Bezeichnung Nargin, die an eine baltische Insel erinnerte. Heute verbinden einheimische Besucher die Insel mit der unberührten Natur des Kaspischen Meeres und nutzen sie für ruhige Erkundungen entlang der Küste.
Die Insel liegt unter militärischer Verwaltung und ist für die Öffentlichkeit normalerweise nicht zugänglich. Wer die Gegend erkunden möchte, kann die Insel vom Festland oder vom Meer aus betrachten, sollte aber vorab klären, ob Besuche gestattet sind.
Ein Leuchtturm aus dem Jahr 1884 steht auf der Südseite der Insel und war das erste im Russischen Reich, das Acetylen zur Beleuchtung nutzte. Taucher berichten, dass sie am Meeresboden nahe der Insel Ketten und menschliche Überreste gefunden haben, die mit den dunklen Kapiteln der Vergangenheit verbunden sind.
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