Mingechevir Hydro Power Plant, Wasserkraftwerk in Mingachevir, Aserbaidschan.
Das Mingechevir-Wasserkraftwerk ist ein Schüttdamm am Fluss Kura in Mingachevir, Aserbaidschan, der 1.550 Meter lang ist und Strom für das nationale Netz erzeugt. Hinter dem Damm bildet sich ein ausgedehnter Stausee, von dem zwei große Kanäle abzweigen, die landwirtschaftliche Flächen im Unterlauf bewässern.
Der Bau begann 1945 im Rahmen der sowjetischen Industrialisierungspolitik und wurde 1954 nach fast einem Jahrzehnt abgeschlossen. Das Projekt war Teil der Nachkriegsstrategie Moskaus, die Stromversorgung der südkaukasischen Sowjetrepubliken auszubauen.
Das Kraftwerk hat Mingachevir zu einer Industriestadt geformt, die im Rest des Landes vor allem als Energielieferant bekannt ist. Der Stausee zieht heute Spaziergänger und Angler an, die das Ufer als Naherholungsgebiet nutzen.
Das Gelände lässt sich vom Ufer des Stausees aus gut überblicken, am besten von den erhöhten Punkten nahe dem Damm. Ein Besuch in den trockeneren Monaten ist einfacher, da die Wege rund um die Anlage dann zugänglicher sind.
Die ursprünglichen Turbinen stammen aus einem chinesischen Wasserkraftwerk, das von sowjetischen Truppen nach dem Zweiten Weltkrieg erbeutet wurde. Diese Maschinen wurden nach Mingachevir transportiert und in die neue Anlage eingebaut, was das Kraftwerk zu einem seltenen Beispiel für die Weiterverwertung von Kriegsbeute in der Infrastruktur macht.
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