Brücken von Choda Afarin, Mittelalterliche Steinbogenbrücken über den Aras-Fluss zwischen Aserbaidschan und Iran.
Diese Brücken über den Aras bestehen aus zwei getrennten Bauten: die erste führt auf fünfzehn Bögen durch das Flussbett, die zweite nutzt elf Bögen und liegt knapp achthundert Meter flussabwärts. Beide Konstruktionen ruhen auf Pfeilern aus Flusskieseln und gebrannten Ziegeln.
Die Ursprünge dieser Flussübergänge reichen bis in die Zeit der Achämeniden zurück, auch wenn frühe Holzkonstruktionen später durch Steinbögen ersetzt wurden. Der Geograf Hamdallah Mustawfi erwähnte beide Bauten im 14. Jahrhundert als wichtige Verbindungen entlang der Handelsrouten durch Transkaukasien.
Diese Steinstrukturen stellen einen Treffpunkt zwischen aserbaidschanischen und iranischen Architekturtraditionen dar, mit Flusssteinbau und gebrannten Ziegeln.
Beide Übergänge liegen derzeit im Grenzgebiet zwischen Aserbaidschan und Iran und sind für gewöhnliche Besucher nicht zugänglich. Wer die Anlagen besichtigen möchte, benötigt eine behördliche Genehmigung von beiden Ländern.
Die längere der beiden Brücken erstreckt sich über zweihundert Meter und erhebt sich etwa zehn Meter über dem Wasserspiegel. Trotz ihrer unterschiedlichen Bogenzahl haben beide Bauten durchgehend die gleiche Fahrbahnbreite von viereinhalb Metern.
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