Katarowank, Armenisches Kloster im Bezirk Khojavend, Aserbaidschan
Katarovank ist ein armenisches Kloster aus grauem Sandstein, das auf dem Berg Dizapayt in 1.700 Metern Höhe thront und eine einschiffige Basilika mit einer Seite umfasst, die direkt in das felsige Gelände eingebaut ist. Die Struktur nutzt den natürlichen Hang und schafft dadurch ein asymmetrisches Design, das sich dem Berghang anpasst.
Das Kloster wurde in der frühen christlichen Periode gegründet und gehört zu den armenischen religiösen Stätten, die sich in dieser bergigen Region entwickelten. Laut dem Historiker Pavstos Buzand ereignete sich im Jahr 335 ein tragisches Ereignis, als König Sanesan während einer Militärkampagne die Bewohner hinrichtete.
Der Komplex zeigt traditionelle armenische Khachkare neben der Kapelle, die lokale religiöse Praktiken aus der frühen christlichen Zeit im Kaukasus widerspiegeln. Diese steinernen Kreuze sind Teil des täglichen religiösen Lebens und prägen das Aussehen des Ortes bis heute.
Die Lage auf dem Berg bietet einen guten Überblick über die umliegenden Ebenen und den Fluss Aras und macht es zu einem natürlichen Beobachtungspunkt. Besucher sollten mit dem steilen Gelande rechnen und festes Schuhwerk mitbringen, da der Zugang anspruchsvoll ist.
Das Kloster wurde mit grauem Sandstein aus der lokalen Umgebung gebaut, wobei die Handwerker das schwierige Berggelande mit asymmetrischen Räumen und kreativen Konstruktionstechniken bewältigen mussten. Diese Anpassung an den Felsen macht das Gebäude zu einem Beispiel praktischer architektonischer Problemlösung seiner Zeit.
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