Altstadt von Jajce, Mittelalterlicher Festungskomplex in Jajce, Bosnien und Herzegowina
Die Stadtburg von Jajce ist eine mittelalterliche Festung auf einem pyramidenförmigen Hügel, an dem die Flüsse Pliva und Vrbas zusammenfließen. Die Wehranlagen umfassen erhaltene Mauersegmente, Türme und mehrere Eingangstore, die das innere Gelände mit Gebäuden aus verschiedenen Zeitaltern miteinander verbinden.
Das Gelände wurde im 14. Jahrhundert Hauptstadt des unabhängigen Bosnien und blieb über 200 Jahre lang eine Schlüsselfestung des Reiches. Die Stadt fiel 1527 an die Osmanen und markierte damit das Ende der mittelalterlichen bosnischen Herrscherherrschaft.
Die Stadt zeigt Spuren mehrerer Kulturen in ihrer Architektur: christliche Kirchen stehen neben Moscheen, und die Steinfassaden tragen Merkmale aus gothischer und ottomanischer Zeit. Besucher können diese überlagerten Schichten in den Gebäuden und Straßen direkt erleben und so Jahrhunderte von Zusammenleben nachvollziehen.
Der beste Zugang zur Anlage führt über die erhaltenen Eingangstore an der Nordflanke, von wo aus die Gehwege entlang der Mauern leicht zu begehen sind. Die Wege bieten Aussichtspunkte über die Flusslandschaft, doch das unebene Gelände erfordert angepassstes Schuhwerk und Zeit für Erkundungen.
An einer Eingangspforte ist das Wappen der Herrscherdynastie der Kotromanic eingemeißelt, ein seltenes Symbol aus der späten mittelalterlichen Epoche. Diese Inschrift zeigt, dass dies der letzte königliche Sitz war, bevor die Herrschaft endete.
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