Bosnien und Herzegowina, Balkanstaat in Südosteuropa.
Bosnien und Herzegowina ist ein südosteuropäischer Staat auf der westlichen Balkanhalbinsel, der sich von den bewaldeten Dinarischen Alpen bis zu einem schmalen Küstenstreifen an der Adria bei Neum erstreckt. Laubwälder bedecken fast die Hälfte der Fläche, während die Gipfel im Westen und Süden über 2.300 Meter erreichen.
Nach Jahrhunderten osmanischer und habsburgischer Herrschaft wurde das Gebiet 1918 Teil Jugoslawiens, erklärte 1992 seine Unabhängigkeit und durchlitt bis 1995 einen verheerenden Konflikt. Das Dayton-Abkommen beendete die Kämpfe und etablierte eine föderale Struktur aus zwei Entitäten und zehn Kantonen.
Drei Hauptgruppen prägen das tägliche Leben – muslimische Bosniaken, orthodoxe Serben und katholische Kroaten nutzen jeweils eigene Schulen, feiern unterschiedliche Feste und gestalten ihre Stadtteile mit den dazugehörigen Gotteshäusern. In manchen Orten stehen Moschee, Kirche und Kathedrale nur wenige Gehminuten voneinander entfernt und zeugen von der konfessionellen Vielfalt der Region.
Reisende benötigen meist kein Visum für kurze Aufenthalte, die konvertierbare Mark dient als Währung und viele Geschäfte akzeptieren auch Euro. Sarajevo und andere größere Städte verfügen über internationale Flughäfen, während Busse die Hauptverbindungen zwischen den Regionen bilden und Mietwagen Zugang zu abgelegenen Berggebieten ermöglichen.
Über 60.000 mittelalterliche Stećak-Grabsteine verteilen sich über das Land und zeigen geometrische Muster, Jagdszenen sowie rätselhafte Symbole aus dem 12. bis 16. Jahrhundert. Diese eigenwillige Kunstform erhielt 2016 den UNESCO-Welterbestatus und findet sich sowohl auf abgelegenen Bergwiesen als auch in Dorfnähe.
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