Gazi-Husrev-Beg-Moschee, Osmanische Moschee in Stari Grad, Bosnien und Herzegowina
Die Gazi-Husrev-Beg-Moschee ist ein osmanisches Gotteshaus im alten Stadtkern von Sarajevo, dessen Hauptkuppel sich über dem Gebetsraum erhebt. Seitlich steht ein schlankes Minarett, dessen Balkon Ausrufer früher zum Aufruf nutzten, während der Innenhof von Arkaden umgeben ist.
Der Bau entstand 1531 auf Anweisung eines osmanischen Gouverneurs, der die gesamte Anlage als religiöses und soziales Zentrum konzipierte. Der persische Architekt Acem Esir Ali entwarf das Ensemble, das später durch Kriege beschädigt und mehrfach wiederaufgebaut wurde.
Der Name ehrt den osmanischen Gouverneur, der im 16. Jahrhundert über Bosnien herrschte und dessen Grab sich im angrenzenden Garten befindet. Freitags füllt sich der Innenhof mit Gläubigen, die zum Gebet kommen, während die Waschbrunnen draußen kontinuierlich für rituelle Reinigungen genutzt werden.
Besucher müssen Schuhe am Eingang ablegen und angemessene Kleidung tragen, wobei Frauen Kopf und Schultern bedecken sollten. Außerhalb der Gebetszeiten sind Besichtigungen möglich, wobei der Vormittag meist ruhiger ist als die Nachmittagsstunden.
Ende des 19. Jahrhunderts erhielt der Bau als erstes muslimisches Gotteshaus der Welt elektrische Beleuchtung, installiert während der österreichisch-ungarischen Verwaltung. Die Lampen hängen noch heute im Gebetsraum und erinnern an jene technische Neuerung.
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