Föderation Bosnien und Herzegowina, Verwaltungseinheit in Sarajevo, Bosnien und Herzegowina.
Die Föderation Bosnien und Herzegowina ist eine Verwaltungseinheit in Bosnien und Herzegowina, die sich über weite Teile des Landes erstreckt und in zehn Kantone gegliedert ist. Jeder Kanton verfügt über eigene Behörden und ein eigenes Parlament, wodurch eine dezentrale Verwaltungsstruktur entsteht.
Das Washingtoner Abkommen vom März 1994 schuf diese Einheit während des Krieges in Bosnien und Herzegowina als Grundlage für die Beendigung der Kampfhandlungen zwischen den beteiligten Gruppen. Das Dayton-Abkommen von 1995 festigte dann die politische Struktur und integrierte die neue Einheit in den Gesamtstaat.
Die Region erhielt ihren Namen durch das Washingtoner Abkommen und ist heute Heimat von Gemeinden, in denen mehrere Sprachen und Schriften im öffentlichen Leben nebeneinander verwendet werden. Ortsschilder und Behördendokumente erscheinen oft in lateinischer und kyrillischer Schrift, was die sprachliche Vielfalt der Bewohner widerspiegelt.
Reisende finden hier regionale Verwaltungen mit jeweils eigenen Zuständigkeiten für lokale Angelegenheiten, was bei praktischen Fragen unterschiedliche Regelungen bedeuten kann. Wer längere Zeit in einem Kanton verbringt, sollte sich über die dort geltenden Vorschriften informieren.
Das System der zehn Kantone führt dazu, dass ein Reisender innerhalb der Föderation mehrfach unterschiedliche regionale Gesetze und Verwaltungspraktiken antreffen kann. Diese Vielfalt zeigt sich in alltäglichen Bereichen wie Verkehrsregeln oder lokalen Vorschriften.
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