Flandern, Ethnisches Territorium im Norden Belgiens.
Flandern liegt im nördlichen Teil Belgiens und umfasst landwirtschaftlich genutzte Ebenen, mehrere größere Städte sowie einen schmalen Küstenstreifen an der Nordsee. Die Landschaft wechselt zwischen flachen Poldern, Kanälen und dicht besiedelten Gebieten mit historischen Stadtkernen aus Backstein und Kopfsteinpflaster.
Das Gebiet entwickelte sich ab dem 9. Jahrhundert als Grafschaft und erlangte Bedeutung durch Wollhandel und Textilproduktion in mittelalterlichen Städten wie Brügge und Gent. Im 20. Jahrhundert wurde es zum Schauplatz schwerer Kämpfe im Ersten Weltkrieg, insbesondere rund um Ypern.
Die Bevölkerung spricht Niederländisch mit regionalen Varianten, die sich je nach Provinz unterscheiden, während das gesellschaftliche Leben von Märkten, Volksfesten und Karnevalsumzügen geprägt ist. An Sonntagen schließen viele Geschäfte, und lokale Bäckereien verkaufen traditionelles Gebäck, das oft in Gesellschaft mit Kaffee oder Bier genossen wird.
Züge und Autobahnen verbinden die größeren Ortschaften miteinander, wobei der Flughafen Brüssel als wichtigster internationaler Ankunftspunkt dient. Viele Sehenswürdigkeiten in den Städten liegen nahe beieinander und lassen sich zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkunden.
In der Gegend um Ypern wachsen zwischen erhaltenen Schützengräben und Bunkern rote Mohnblumen, die heute als Symbol der Erinnerung an die Gefallenen des Ersten Weltkriegs gelten. Jedes Jahr am Abend erklingt am Menenpoort in der Stadt ein Hornsignal zu Ehren der Vermissten.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.