Jüdisches Museum von Belgien, Jüdisches Museum in Belgien
Das Jüdische Museum von Belgien befindet sich in der ehemaligen Deutschen Schule in der Rue des Minimes 21 im Sablon-Viertel: ein viergeschossiger Bau eklektischer Architektur mit neoklassizistischen Elementen, blauem Steinsockel und Mansarddach. Die Sammlung erstreckt sich über zwei Gebäude und fünf Etagen und umfasst 750 Ritualobjekte, 1.250 Kunstwerke sowie eine Bibliothek mit 25.000 Werken.
Die Idee eines jüdischen Museums entstand Ende der 1970er Jahre, und 1981 wurde eine kleine Gruppe gegründet, um eine Sammlung aufzubauen. Nach provisorischen Räumen über der Beth-Israel-Synagoge eröffnete das Museum 2005 in der Rue des Minimes 21. Am 24. Mai 2014 wurden dort vier Menschen bei einem Anschlag getötet; der Täter wurde 2019 zu lebenslanger Haft verurteilt.
Der Name des Museums erscheint auf seinen Publikationen französisch, niederländisch und englisch. Seit 2017 bietet es „Let's Meet a Jew“ an, drei Workshops für Schulklassen, die die Vielfalt jüdischer Kulturen zeigen und Klischees hinterfragen. Konzerte, Vorträge und Literaturabende begleiten die Ausstellungen.
Das Museum nutzt zwei Gebäude mit fünf Etagen in der Rue des Minimes 21 im Sablon-Viertel; 2026 sollen Renovierungsarbeiten beginnen, weshalb sich die Präsentation ändern kann. Der rückwärtige Flügel liegt an der Rue de la Samaritaine. Vor dem Besuch lohnt ein Blick ins Programm, da neben der ständigen Auswahl Wechselausstellungen, Konzerte und Vorträge stattfinden.
Das Gebäude war die Deutsche Schule, eine 1892 vom Deutscher Schulverein in Brüssel gegründete deutschsprachige Schule; der Architekt O. Flanneau entwarf die 1901-1902 errichteten Räume, die später als Annex des Belgischen Staatsarchivs dienten. Die Bibliothek umfasst 25.000 Werke, darunter Bücher in Jiddisch und Hebräisch.
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