Schloss Modave, Schloss in der Wallonie
Das Schloss Modave ist ein großes Herrenhaus, das auf einem felsigen Hügel über dem Tal der Hoyoux-Fluss thront. Die Struktur zeigt noch alte Steinmauern und wird von einer restaurierten Terrasse beherrscht, von der aus man eine klare Sicht auf die umliegende Naturschutzzone hat, die sich über etwa 450 Hektar erstreckt. Im Inneren befinden sich über 25 Zimmer mit Dekoration aus dem 17. bis 19. Jahrhundert, wobei prächtige Stuckdecken, geschnitzte Holzpaneele, Wandteppiche und großformatige Gemälde die Räume prägen, während antike Möbel aus verschiedenen Epochen einen historischen Eindruck vermitteln.
Die Ursprünge des Schlosses reichen bis ins Mittelalter zurück, wurde aber im 17. Jahrhundert durch die Familie Marchin umfassend umgebaut und erhielt dabei eine klassische Fassade. Der Graf von Marchin investierte seine gesamte Vermögen in diese Restaurierung, wodurch das Schloss zu einem wichtigen Symbol der klassischen französischen Architektur wurde und sogar mit Versailles verglichen wurde.
Der Name Modave stammt vom lateinischen "Modava" ab, was auf die alte römische Besetzung der Region hindeutet. Das Schloss wurde von noblen Familien bewohnt, die es als Zentrum ihrer Macht nutzten, und heute können Besucher in den Räumen die Spuren ihrer Leben sehen, von den kunstvollen Decken bis zu den wertvollen Möbeln, die von Generation zu Generation weitergegeben wurden.
Das Schloss ist von April bis Mitte November täglich von morgens bis zum späten Nachmittag geöffnet, wobei die letzte Einfahrt gegen 16:45 Uhr erfolgt und montags geschlossen ist, außer in den Monaten Juli und August oder an Feiertagen. Besucher können vor Ort oder online Eintrittskarten kaufen, mit erschwinglichen Preisen und Ermäßigungen für Senioren, Studenten, Kinder und Gruppen, während das Erdgeschoss für Rollstuhlfahrer zugänglich ist, Servicehunde erlaubt sind und nahegelegenes Parken sowie Bushaltestellen verfügbar sind.
Im Schloss befindet sich ein Wasserrad aus dem 17. Jahrhundert, das von Renkin Sualem entworfen wurde und als Modell für die berühmte Maschine von Versailles diente, die Wasser aus der Seine hob. Noch bemerkenswerter ist, dass das Schloss eine unterirdische Quelle mit etwa 60000 Kubikmetern Wasser täglich hat, die seit dem 17. Jahrhundert durch einen Schwerkraftkanal nach Brüssel transportiert wird und ohne moderne Motoren vollkommen funktioniert.
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