Zisterzienserinnenabtei Colen, Zisterzienserinnenkloster in Kerniel, Belgien
Die Mariënlof-Abtei ist ein Kloster in Kerniel mit typischem zisterziensischem Baustil, bestehend aus Steingebäuden mit großen Fenstern und einem Innenhof. Der zentrale Hof wird von mehreren Flügeln umgeben, in denen die Räume für Gebet, Unterricht und Wohnen angeordnet sind.
Das Kloster wurde 1438 von Maria van Colen als Ordensstift gegründet und beherbergte zunächst die Gemeinschaft des Heiligen Kreuzes. Im Jahr 1822 wurde es zu einem zisterziensischen Frauenkloster umgewandelt.
Der Name Mariënlof bedeutet „Zum Lob Mariens“. Das um 1764 geschnitzte Eichenchorgestühl der Kapelle trägt sechzehn gemalte Szenen der Legende der heiligen Odilia von Martin Aubée, der hier von 1764 bis 1777 wirkte. Die Abtei besitzt zudem einen bemalten Odilienschrein von 1292, eines der frühesten Tafelbilder der Niederlande.
Die letzten drei Schwestern verließen das Kloster im Juli 2020; es gibt also keine dort lebenden Nonnen mehr, die Führungen übernehmen. Die Anlage wurde von einem Immobilienentwickler gekauft und soll umgenutzt werden; der Zugang zur Kapelle und zu den Wirtschaftsgebäuden ist nicht gesichert. Das Fruitstreekmuseum in den ehemaligen Ställen und das Torhaus von 1696 sind am ehesten zugänglich.
Die um 1764 geschnitzten Eichenchorstühle der Kapelle tragen sechzehn bemalte Tafeln des Lütticher Barockmalers Martin Aubée mit der Legende der heiligen Odilia. Aubée wirkte von 1764 bis 1777 im Kloster; seine Wandmalereien sind auch in der Sakristei erhalten, neben Stuckarbeiten eines Mitglieds der Familie Moretti und einem großen Paramentenschrank.
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