Abtei Clairefontaine, Mittelalterliche Klosteranlage in Arlon, Belgien
Die Clairefontaine-Abtei ist ein mittelalterliches Kloster bei Arlon an der Grenze zu Luxemburg, das Steinruinen, ein Heilkrauter-Garten, eine Kapelle und eine Krypta zeigt. Die Anlage liegt etwa vier Kilometer vom Stadtzentrum entfernt und ist noch heute teils freigelegt, teils verschuttet.
Die Graffin Ermesinde grundete das Kloster 1247 als Familiengrabbegratnis und markierte damit die Vereinigung der Grafschaft Arlon mit Luxemburg. Das Zisterziensernonnenkloster wurde uber Jahrhunderte hinweg erweitert und angepasst, bevor es schliesslich aufgelassen wurde.
Das Kloster war das einzige bekannte Zisterziensernonnenkloster in der Region und zieht bis heute Forscher an, die sich für die Geschichte weiblicher religiöser Gemeinschaften interessieren. Die Gebetsräume und der Kreuzgang spiegeln das tägliche Leben der Schwestern wider, die hier gebetet, gearbeitet und gelebt haben.
Die Grunde sind frei zugaglich und ermoglichen Erkundungen durch Steingange und unterirdische Bereiche, die uber Brunnen und alte Treppen erreicht werden. Besucher sollten an das unebene Gelnde und teilweise fehlende Strukturen denken und festes Schuhwerk mitbringen.
Eine Quelle auf dem Gelande wurde Schauplatz von Heilungswundern, die Papst Eugen III. um 1147 dort vollbracht haben soll, wofur der Name Clairefontaine (Klare Quelle) steht. Diese Verbindung zu einem Papst ist ungewohnlich fur ein nordliches Zisterzienserkloster und macht den Ort historisch bemerkenswert.
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